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Chat mit Oliver Klatt über Reiki und Schulmedizin

Zusammenfassung des Chatmitschnitts vom 20.09.2006 zum Thema „Reiki und Schulmedizin“

Begonnen hat alles im Krankenhaus: Norbert Lindner, Heilpraktiker und Reikimeister in Berlin, gab Reikiseminare in der Berliner St. Hedwigs-Klinik, einem Lehrkrankenhaus der europaweit bekannten Charite. Oliver Klatt, Chefredakteur des 1997 gegründeten, zweiten Reikimagazins weltweit, nahm Kontakt mit Lindner auf und so begann die Zusammenarbeit beider, die schließlich zu dem Buch „Reiki und Schulmedizin“ führte. Doch die Geschichte geht weiter…
Noch immer bestehen Berührungsängste zwischen Schulmedizin und Reiki, wenngleich diese weitgehend abgebaut sind – doch spreche kein Reikipraktizierender einem Arzt davon, dass er heile! „Entspannungstherapie“ oder schlicht „Entspannung“ ist das Zauberwort, mit dem sich Türen öffnen lassen, damit eine Zusammenarbeit von Reiki und Schulmedizin möglich sei. Seit dem Entscheid des Bundesverfassungsgerichtes März 2004 steht einer Zusammenarbeit legal nichts mehr im Wege. Immer mehr Ärzte und Kliniken sind offen für das Angebot, Patienten mit Reiki behandeln zu lassen, welches eine sinnvolle Begleitung zur schulmedizinischen Therapie darstellt. Denn, selbst wenn Reiki „nur“ Entspannung, Schmerzlinderung und Stressreduktion bietet, so ist dies bereits förderlich für einen positiven Verlauf der Therapie im Krankenhaus, wie Studien gezeigt haben.
Wer Reiki anbieten möchte, muß sich nicht verbiegen: Reiki ist gewiß mehr als das, was man als Reikipraktizierender einem skeptischem Arzt erzählt, doch dieses „mehr“ ist bereits in den positiven Wirkungen der Reikibehandlung enthalten. Das ist die „eigene Wahrheit“, zu der zu stehen, Oliver Klatt jedem Reikipraktizierenden rät.
Wie tritt nun jemand, der in einer Klinik Reiki anbieten möchte, gegenüber dem leitenden Arzt auf?
Oliver Klatt rät zu seriösem, professionellen Verhalten (Visitenkarte) und Probebehandlung. Letztere verhülfe dem Arzt zu einem eigenen Bild.
Hier setzt das neueste Projekt von Klatt/Lindner an: die Vermittlung von Reikipraktizierenden an Ärzte oder Krankenhäuser, welche eine Zusammenarbeit wünschen. Damit man in die Kartei aufgenommen werden kann, muß eine gewisse Professionalität vorhanden sein: Nicht der erreichte Reikigrad zählt, sondern der Umgang mit Patienten, sowie eine bereits bestehende Reikipraxis. Zudem möchte Oliver Klatt sich selbst ein Bild von dem Menschen machen, der um Aufnahme in die Vermittlungskartei ersucht; ein persönliches Treffen ist darum unabdingbar. Auch der Dachverband für Geistiges Heilen (DGH) steht diesem Projekt aufgeschlossen gegenüber, Norbert Lindner hat die Zusammenarbeit mit diesem in seiner eigenen Reikipraxis integriert.
Langfristig gesehen, ist es möglich, dass einstige Patienten zu „ihrem“ Reikibehandler kommen, um sich von diesem in Reiki einweihen zu lassen, damit sie sich selbst Reiki geben können, wann immer sie es brauchen.

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